Paartherapie & Sexualtherapie
Wien
MAG. MARKUS HAHN
Praxis für Psychotherapie, Paartherapie & Coaching
Stele des Intef und seiner Frau Dedetamun, ca.1981 - ca.1802 v. Chr.
Liebe ist weniger ein romantisches Ideal als eine vielgestaltige Praxis der Beziehung.
Ich verstehe Liebe als eine vielfältige Form von Nähe, Fürsorge und Verbundenheit, die sich in allen Formen von tragenden Beziehungen ausdrücken kann. Es geht darum wie wir Menschen Nähe herstellen, Verantwortung übernehmen, begehren, leiden, uns binden und wieder lösen. Liebe erscheint dabei nicht als zeitlose Wahrheit, sondern als etwas, das kulturell geprägt ist und sich mit gesellschaftlichen Veränderungen wandelt.
Liebe ist eine Praxis aus Fürsorge, Respekt, Vertrauen und dem Wunsch, das Wachstum eines anderen Menschen zu fördern.
Liebe ist mehr als eine bloße Emotion. Sie setzt Freiheit voraus, nicht Kontrolle oder Besitz. Selbstliebe und die Fähigkeit, für sich selbst zu sorgen, sind Grundlagen für die Liebe zu anderen. Freundschaft, familiäre Beziehungen und Partnerschaften können gleichermaßen Orte der Liebe sein. Liebe hat auch eine gesellschaftliche Dimension und kann ein Gegenmittel zu Gewalt, Unterdrückung und Entfremdung sein.
Gute Beziehungen ermöglichen Nähe und Freiheit.
Mögliche Formate sind Einzeltherapie, Paartherapie und Gruppentherapie.
„I am human and I need to be loved,
just like everybody else does„
Morrissey
Die Umarmung, Egon Schiele, 1917
Portrait einer Dame, Rogier van der Weyden, 1460
Mögliche Themen einer Paartherapie
- Konflikte und Streit
- Beziehungskrisen
- Nähe, Distanz und Verbundenheit
- Kommunikation und gegenseitiges Verstehen
- Vertrauen, Eifersucht und Außenbeziehungen
- Sexualität und Intimität
Mehr Nähe und Verständnis für sich selbst und das Gegenüber zu gewinnen.
- Kinderwunsch, Elternschaft und Familienleben
- Unterschiedliche Werte, Bedürfnisse und Zukunftsvorstellungen
- Wiederkehrende Enttäuschungen und Unzufriedenheit
- Die Frage „Bleiben oder Trennen?“
- Entwicklung einer tragfähigen und lebendigen Partnerschaft
- Begleitung von Trennungsprozessen und deren Gestaltung für alle Beteiligten
"I'm not great at dating, but I need to do it to relax."
Lena Dunham
LIEBE
„Liebe ist nicht nur eine private Angelegenheit, sondern immer auch gesellschaftlich geprägt. Wie wir Beziehungen gestalten, welche Erwartungen wir an Partnerschaft haben und was wir unter einem gelingenden Leben verstehen, entsteht innerhalb sozialer, kultureller und wirtschaftlicher Verhältnisse.
In modernen Gesellschaften werden zunehmend auch intime Beziehungen von Logiken des Marktes beeinflusst: Menschen vergleichen, bewerten und optimieren sich selbst und andere, während Beziehungen unter dem Druck stehen, möglichst viele Bedürfnisse gleichzeitig zu erfüllen. Freiheit und Wahlmöglichkeiten sind gewachsen, zugleich nehmen Unsicherheit, Vereinzelung und die Angst, etwas Besseres zu verpassen, zu.
Aus dieser Perspektive sind Schwierigkeiten in Liebe und Partnerschaft nicht allein individuelle Probleme. Sie spiegeln oft auch gesellschaftliche Widersprüche wider: das Spannungsfeld zwischen Verbundenheit und Individualisierung, zwischen Selbstverwirklichung und Bindung, zwischen menschlichen Bedürfnissen und ökonomischen Verwertungslogiken.
Therapie bedeutet daher nicht nur, persönliche Muster zu verstehen, sondern auch die gesellschaftlichen Bedingungen in den Blick zu nehmen, unter denen Beziehungen heute gelebt werden.
Liebe wird heute oft mit hohen Erwartungen verbunden. Sie soll Sinn geben, Sicherheit bieten und persönliche Erfüllung ermöglichen. Gleichzeitig sehen sich Partner*innen mit vielfältigen Ansprüchen konfrontiert, die durch gesellschaftliche Idealbilder und digitale Vergleichsmöglichkeiten zusätzlich verstärkt werden. Dadurch entstehen leicht Spannungen zwischen dem Wunsch nach Bindung und dem Anspruch an eine „perfekte“ Beziehung.
LIEBE wird tragfähig, wenn zwei eigenständige Menschen Nähe zulassen können, ohne sich selbst zu verlieren.
In vielen Beziehungen geht durch den Wunsch nach Harmonie und Bestätigung persönliches Wachstum verloren. Partnerschaften bieten vielmehr die Chance, mit den eigenen Ängsten, Bedürfnissen und Abhängigkeiten konfrontiert zu werden und daran zu wachsen. Wahre Intimität entsteht, wenn ich mich authentisch zeige, ohne auf die Zustimmung des anderen angewiesen zu sein. Liebe bedeutet daher, ein eigenständiger Mensch zu bleiben und sich gleichzeitig tief auf einen anderen Menschen einzulassen.
Wie Menschen mit Nähe, Differenz, Scham, Begehren und Verletzlichkeit umgehen, zeigt sich oft besonders deutlich im sexuellen Erleben. Deshalb gehört Sexualität für mich selbstverständlich in die Paartherapie – nicht als Spezialthema, sondern als wesentlicher Ausdruck der Beziehungsdynamik und persönlichen Entwicklung.
Sexualität ist mehr als körperliche Begegnung. Sie bietet die Möglichkeit, sich authentisch zu zeigen, Nähe zuzulassen und mit Unterschieden in Beziehung zu bleiben. Werden sexuelle Bedürfnisse dauerhaft vermieden oder unterdrückt, kann dies mit inneren Konflikten und Belastungen verbunden sein.
Drachenkampf des hl. Georg, Thomas von Villach, um 1490
ABLAUF UND RAHMENBEDINGUNGEN
Um einen Termin für ein unverbindliches Erstgespräch zu vereinbaren, rufen Sie mich gerne an, schreiben Sie mir eine E-Mail oder nutzen Sie das Kontaktformular auf dieser Website.
Im Erstgespräch klären wir Ihr Anliegen, Ihre Ziele sowie die Frage, welche Form der Unterstützung für Sie sinnvoll sein könnte. Darüber hinaus erhalten Sie eine erste Einschätzung zum möglichen therapeutischen Vorgehen und zum zeitlichen Rahmen.
Paartherapie und Sexualtherapie sind in Österreich (leider) keine gesetzlich geschützten Berufsbezeichnungen. Entsprechend werden diese Angebote von Fachpersonen mit sehr unterschiedlichem Ausbildungshintergrund durchgeführt. Neben meiner Ausbildung zum Psychotherapeuten habe ich das dreijährige Curriculum für Paartherapie und Sexualtherapie der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Gruppentherapie und Gruppendynamik (ÖAGG) absolviert.
Paartherapie findet in der Regel alle zwei bis vier Wochen statt. Dieser Abstand ermöglicht Kontinuität im therapeutischen Prozess und gleichzeitig ausreichend Zeit, neue Erfahrungen und Veränderungen im Alltag zu erproben. In akuten Krisensituationen können kürzere Abstände sinnvoll sein.
Kosten
250,- bis 320,- Euro / 90 min je nach Einkommen
Sozialtarife sind in Ausnahmefällen möglich.
TEILREFUNDIERUNG DURCH DIE KRANKENKASSE MÖGLICH (bei Vorliegen einer krankheitswertigen Störung)
Teilrefundierung bei Vorliegen einer krankheitswertigen Störung durch die Krankenkasse möglich (zwischen 33,70 und 50 Euro je nach Kasse).
Absageregelung: Ich ersuche Sie um Verständnis, dass ich sehr kurzfristig abgesagte Termine (innerhalb von 48 Stunden vor dem vereinbarten Termin) in Rechnung stelle.
„You do not have to be me in order for us to fight alongside each other.”
Audre Lorde
Meine Praxis in Wien
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